Entwicklung

Gedichte

Seltsam, was da heranschwingt,
bin in einem Zustand,
der auf einer sonderbaren Stille ruht.

Als nähme mich ein Fluss
und nähme mich immer schneller
einer bestimmten Richtung an,
ins Ungewisse, fast beängstigenden Fremde
und stehe ich doch betrachtend
an anderem Ort und spüre eine Gewissheit
wohin es da geht.

Der Boden bricht auseinander,
ganz und gar haltlos,
als wäre gerade das die eigentliche Prüfung,
scheint mich ein Andres zu nehmen und zu halten.

Neues kann nur dann gewonnen werden,
wenn auch alles hingegeben ist,
die Seele dargebracht wie ein Opfer,
ohne Wehr, ohne Rest, ins Feuer gesandt und verbrannt.
Reise ich also weiter, reise in diesem Sinne,
und noch tiefer, noch weiter.

© Santos-Aman